Viele Katholiken sind verunsichert und verletzt. Viele spielen mit dem Gedanken, aus der Kirche auszutreten.
Aber es gibt viele, die sagen: "Jetzt erst recht!" Sie erklären, warum sie gerade in dieser Situation in der Kirche gebraucht werden, oder sie schicken ein Foto als Zeichen der Solidarität und des Protests.
Zuerst einmal wollen wir dir sagen: Wir verstehen dich und deine Verärgerung! In den letzten Wochen sind in der Kirche Dinge geschehen, die nicht passieren hätten dürfen. Kardinal Schönborn hat sie klar als Fehler bekannt und sich dafür bei den Menschen entschuldigt. Die Bischöfe haben sehr deutlich gemacht, dass sie alles tun wollen, damit solche Dinge nicht mehr passieren können.
Trotzdem: Wir wissen, dass es keine Garantie gibt, dass soetwas nicht wieder passiert. Die Kirche besteht aus Menschen, die um nichts fehlerloser sind als du oder ich. Solange das so ist, werden in der Kirche Fehler passieren, die enttäschen und verletzen. Trotz alledem haben wir auf dieser Homepage viele Gründe gesammelt, warum es gut ist, trotz der Verärgerung nicht zu gehen. Viele weitere findest du auch in diesem Folder.
Gerne bieten wir dir auch ein persönliches Gespräch mit Menschen an, bei denen du sicher sein kannst, dass sie dich ernst nehmen. Bitte schreib uns einfach ein E-Mail!
Jeder der bei der Behörde (Magistrat oder Bezirksamt) aus der Kirche ausgetreten ist, erhält nach einigen Wochen einen Brief des Ortsbischofs mit dem Angebot, dass der Austritt innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten widerrufen werden kann. Ein Widerrufsformular, das per Fax oder an die Pfarre retourniert werden kann, liegt bei. Einige Diözesen senden auch einen Info-Folder und einen Fragebogen über die Gründe des Austrittes.
Auch wenn du schon ausgetreten bist, stehen wir dir jederzeit zur Verfügung, um ein persönliches Gespräch zu führen.
Nach Ablauf der drei Monate ist die Wiederaufnahme in die Kirche nur durch einen Priester möglich.