Viele Katholiken sind verunsichert und verletzt. Viele spielen mit dem Gedanken, aus der Kirche auszutreten.
Aber es gibt viele, die sagen: "Jetzt erst recht!" Sie erklären, warum sie gerade in dieser Situation in der Kirche gebraucht werden, oder sie schicken ein Foto als Zeichen der Solidarität und des Protests.
Signal für den Beginn eines ernsthaften Dialogs.
Die Katholische Aktion Österreich begrüßt den Hirtenbrief der Österreichischen Bischöfe und dankt für die Offenheit, die Klarstellungen und das Ernstnehmen der Situation der Gläubigen. Das Vertrauen in die und in der Kirche, das durch die letzten Vorgänge beschädigt wurde, kann so wieder wachsen und Kirche wird für viele wieder einladend und nicht einseitig ausgrenzend. Luitgard Derschmidt, Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) versteht diesen Hirtenbrief auch als Signal für den Beginn eines offenen, ernsthaften Dialogs.
Die Kirche als pilgerndes Volk Gottes, wie im II. Vatikanum formuliert wurde, ist auch eine Kirche der unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Wege in unserer konkreten Zeit und unter den konkreten Lebensumständen der Menschen. Diese in ihrer Realität wahr und ernst zu nehmen, ist die Aufgabe der Kirche, denn nur so kann sie zum Zeichen und Werkzeug des Heils für die Menschen werden. "Wir alle sind aufgerufen, unseren Dienst als Getaufte und Gefirmte an der Kirche und der Welt zu tun, und freudig einen die Menschen liebenden Gott zu verkünden, der das Glück der Menschen will und ein Leben in Fülle für alle" stellt Derschmidt abschließend fest.